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GO ROSA - GO INDIA – Indien JETZT!

Landen in Trivandrum! Endlich wieder daheim. Der erste Schritt aus dem Flugzeug, die Füße auf indischem Boden. Hurra. Die Gerüche nach Räucherstäbchen, offenem Feuer, Rosenöl, Urin und scharfen Putzmitteln hüllen meine Gedanken in Nebel. Ich bin in Liebe!
Varkala beach
Varkala beach

Beim Förderband fürs Gepäck kriege ich allerdings bereits den ersten Nervenzusammenbruch. Warum müssen diese Gepäckträger sich immer vordrängen? Wie soll ich bitte meinen Koffer über ihre Metallwagerl drüber hieven? Außerdem ist mir heiß und ich hab Durst nach einem 20 Stunden Flug via Dubai. Wasser gibt es keines. Nur die Trinkstation vorne an der Ecke, beteuert eine junge Gestalt nach 5 Mal nachfragen. Ich schleppe mich dorthin. Wäge ab, ob ich Amöbenruhr riskieren soll (danke, alles schon dagewesen, damals in New Delhi), oder ob ich mich eher einem Kreislaufversagen hingebe.  No risk no fun – und so schlabbere ich das Wasser aus einem Brunnen "drinking water".

Ein paar Tage und viiiiele Stunden Schlaf später, sieht die Welt wieder aus wie sie ist. Sonnig und langsam. Mann / Frau geht hier nicht. Mann / Frau schlapft. Weil Stock, Stein und Stiegen gefährlich sind, insbesondere mit winterstiefelgewohnten Bleichzehen. Die Blasen von den Flipflops werden entsprechend desinfiziert; nein, ich will auch keine Blutvergiftung.

Ich treffe meine Freunde, fürchte mich vor den Straßenhunden und liebe gleichzeitig ihre junge Brut. Ich gehe gemächlich, damit ich mit nicht wieder ein Gipsbein zuziehe (ja, auch schon erlebt hier, tut nicht gut!); und ich finde: tut es mir nach, nein, nicht mir, den Indern!

Geht gemächlich, achtet sorgsam auf euren Tritt; jeder Schritt ist Lebenszeit. Wie schön und kostbar. Das ist Indien, aber das bist auch Du! Wir! Lasst uns schlapfen in Langsamkeit und Liebe. Damit nicht nur Feuer, Rosenöl, Urin und scharfe Putzmittel uns umhüllen. Sondern der Duft der weiten Welt; des Abenteuers, der Freiheit.

Om shanti, Regina

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